Ein einschneidendes Jahr

Ein einschneidendes Jahr

Das Jahr 2014 hat noch knapp eine Stunde Zeit, dann heißt es auf nimmer Wiedersehen und Hallo 2015. Ich erhole mich von der Raclette-Schlacht während der Kleine (noch) selig schlummert.
In etwa einer Stunde ist das Jahr 2030 zeitlich genauso fern wie die Jahrtausendwende und der erste Geburtstag unseres kleinen Mannes ungefähr so weit weg wie seine Geburt. Zeit ist schon eine verrückte Sache wenn man darüber nachdenkt. Wie schnell so ein halbes Jahr rum gehen kann und wie viele Eindrücke man doch sammelt und Erfahrungen man macht.
2014 war ein einschneidendes Jahr für mich: Ich bin Vater geworden und ich habe einen großen Verlust erleiden müssen. Egal was die nächsten Jahre bringen, 2014 wird wohl für immer in meinem Gedächtnis bleiben.
Die Auswirkungen werde ich im nächsten Jahr noch spüren, aber 2015 wird das Jahr von anderen. Zumindest zwei Geburten stehen an, auf die ich mich sehr freue. Und es wird das Jahr von unserem Kleinen: Krabbeln, Laufen, Sprechen – er hat viel vor :)
Also voraussichtlich genug Stoff für Beiträge, denn egal was kommt: Papa macht das!

Convos With My 4-Year-Old – „Chicken Phone“

Convos With My 2/3/4-Year-Old ist eine Video Reihe, in der Matthew Clarke Unterhaltungen mit seiner (anfangs zwei-, mittlerweile vierjährigen) Tochter Coco nachspielt, wobei Coco von David Milchard, einem erwachsenen Mann gespielt wird. Es ergeben sich erwartungsgemäß absurde Konversationen, wenn die 1,80 große, bärtige Coco versucht, Ihrem Vater auf die Schultern zu klettern. Folge 2 der vierten „Staffel“ ist hier zu sehen, aber es lohnt sich auf jeden Fall auch einen Blick auf die restlichen Videos zu werfen.

Getting Back on Track

Getting Back on Track

Einen Blog zu betreiben ist zeitintensiv. Beiträge zu schreiben, die aus mehr als einem kurzen Video oder einem Link auf einen anderen Artikel bestehen erfordert eine gewisse Vorbereitung und Einarbeitungszeit. Leider konnte ich diese Zeit in den letzten Wochen nicht aufbringen, um regelmäßige Posts mit einer gewissen Qualität zu erstellen. Vor allem persönliche Gründe, die einschneidende Änderungen in meinem Leben und dem meiner Familie zur Folge hatten, haben die Zeit, die neben der Arbeit noch übrig bleibt, komplett in Anspruch genommen. Leider hat das den Blog kurz nach seiner Eröffnung schon wieder zum erliegen gebracht. Dieser Umstand hat die letztem Wochen an mir genagt, aber so viele Einträge ich auch angefangen habe zu schreiben, ich konnte keinen zur Vollendung bringen. Auch wenn nach wie vor meine private Situation wenig Freiraum für das Bloggen lässt, hoffe ich doch, nach und nach meine Entwürfe in einen publizierbaren Zustand zu bringen.

Als Anfang hoffe ich im Rahmen der von Zwillingswelten.de initiierten Blogparade #Daddyrules bis Ende des Jahres einen Beitrag zum Thema „Was macht dich als Vater besonders stolz / wobei kann dir niemand das Wasser reichen“ zu verfassen. Und bis dahin gibt es zumindest wieder ein paar kleinere Video-Posts. Babysteps 😉

Benutzerhandbuch für Babys

Alle neuen Eltern würden sich sicherlich wünschen, dass ihr neuer Mitbewohner mit einer umfangreichen Bedienungsanleitung geliefert wird, denn die ersten Wochen mit einem Neugeborenen kommen eher einem Ratespiel gleich. Zum Glück haben sich die Macher des folgenden Videos dieses Problems angenommen und die wichtigsten Infos in ein viereinhalb minütiges Video verpackt.

https://vimeo.com/63265878

Wem das nicht genug ist, der kann zur gedruckten Variante, die von Inbetriebnahme über Wartung und Instandhaltung den Baby-Mechaniker auf seine täglichen Aufgaben vorbereitet :-)

Making Fun: Die eigene Achterbahn

Nachdem in den letzten „Making Fun“ Einträgen das Schlafzimmer der Sprösslinge verschönert wurde, geht es diesmal in den Garten. Dieser Vater hat seiner Tochter ihre persönliche Achterbahn gebaut. Und die Kleine scheint ordentlich Spaß an der knapp 3,5 Meter tiefen Abfahrt.

Ich muss mich unbedingt umhören, wo man Achterbahnschienen auftreiben kann! Und wir brauchen dringend einen Garten …

Elternzeit und Elternurlaub

Elternzeit und Elternurlaub

Ich hatte schon während der Schwangerschaft beschlossen in der Elternzeit eine Weile in Urlaub zu fahren. Im Gegensatz zu manch anderem konnte ich mir gut vorstellen fern von Pflichten, Familie und Besuchern die Zeit nur zu dritt zu verbringen. Vor allem, da wir durch die Elternzeit zum ersten mal seit Jahren nicht an die Ferien gebunden wären. Weil unser Zwerg sich dann zwei Wochen zu früh auf diese Welt bequemt hat, ist der Spielraum für Urlaub leider auf eine Woche zusammengeschrumpft (sofern wir nicht doch die Preise der Hauptsaison zahlen wollten). Aber diese Woche heißt es: Kind und Wickeltasche unter den Arm geklemmt und ab in den Kurzurlaub. Am Samstag sind wir in Richtung unserer Lieblingsinsel Langeoog aufgebrochen und mittlerweile blogge ich aus einem Strandkorb an der Nordsee.

Für uns Ersteltern ist so ein Urlaub eine spannende Angelegenheit.Vor allem das Packen stellt uns vor immense Probleme. Wie sollen wir das Richtige für den Zwerg einpacken, wenn wir daheim kaum wissen, wie viele Schichten gerade angebracht sind? Gefühlt wird er immer entweder bei lebendigem Leib gekocht, oder kommt als Eiszapfen zu Hause an. Also neigen wir dazu, gleich den kompletten Hausrat mitzunehmen. Die Reise nach Langeoog hat in der Hinsicht die Tücke, das wir mit dem Auto nur bis zum Hafen in Bensersiel kommen, und es ab da mit der Fähre weiter geht. Der Sterilisator für Baby-Flaschen und Schnuller muss in unserem Fall zu Hause bleiben. Glücklicherweise gibt es ja an so ziemlich jedem Reiseziel Supermärkte und Drogerien, so dass man die Fahrt normalerweise ohne 700 Feuchttücher im Gepäck antreten kann.Dennoch hat unser Zwerg den größten Koffer von uns dreien mitgenommen, damit alles nötige mit auf die Insel kommen konnte. Interessanter Weise ist meine Freundin diesmal mit einer kleinen Reisetasche ausgekommen, die sie sonst nicht mal für einen Wochenendtrip nehmen wollte – passen ja keine drei Hosen und fünf Paar Schuhe rein.

Die Nordsee Insel ist seit einigen Jahren regelmäßiges Ziel für kurze Entspannungstrips, in der Regel im Frühjahr oder im Herbst, wenn sich ansonsten keine Menschenseele am verschneiten Strand blicken lässt. Jetzt sehe ich zum ersten Mal die Horden an Familien, die im Sommer mit Ihren Kleinkindern die Strände bevölkern. Wider Erwarten gibt es noch andere Familien in Elternzeit, die nicht an die Ferientermine gebunden sind. Langeoog bietet sich aber auch an um sich ein paar Tage lang von allem zurück zu ziehen. Entschleunigen, wie Sven von Zwillingswelten es an der Ostsee getan hat, trifft es ganz gut. Strandkörbe sind wahrscheinlich das „entschleunigendste“ was es gibt. Und sobald sie laufen können gibt es für Kinder am Strand immer etwas zu tun. Dann heißt es für die gestressten Eltern zurück lehnen und von Ihrem windgeschützten Platz den Kleinen beim Sandburgen bauen zusehen.

Nicht das wir schon an diesem Punkt angekommen wären, aber auch für uns, mit Kleinkind, wirkt ein Tag im Strandkorb Wunder. Und dann vergisst man auch, das wir in der Ferienwohnung die Schnuller von Hand abkochen müssen.

Dafür gibt’s ne App: Babyplaces

Dafür gibt’s ne App: Babyplaces

Evernote Camera Roll 20140907 220306Wer kennt es nicht: gerade hat man das Kind im Kinderwagen abgelegt und sich auf den Weg gemacht, ein paar Besorgungen zu erledigen, da bekommt die Kleine Hunger und teilt lautstark mit, dass jetzt sofort Essenszeit ist. Oder man besucht Kinderlose Freunde, die keine Ahnung haben, wo sich der nächste Kinderspielplatz für den Sohnemann befindet. Jedenfalls scheinen sich die Entwickler der App Babyplaces öfter mal in einer solchen Situation wiedergefunden zu haben. Ganz im Stile der größeren Geschwister wie Foursquare oder Yelp hilft die für iOS, Android und Windows Phone verfügbare App dabei, die besten Plätze in der Umgebung zu finden. In diesem Fall aber eben mit dem Fokus auf alles, was mit Kindern zu tun hat. Kategorien sind zum Beispiel „Spielplätze“, „Still- und Wickelräume“ oder auch „Essen und Trinken“.

Die App bedient sich denkbar einfach und verhält sich wie zu erwarten. Nach der Auswahl der gesuchten Kategorie werden auf der Karte die entsprechenden Orte angezeigt. Dies kann schon mal ein paar Sekunden dauern. Alternativ lässt man sich die gefundenen Einträge in einer Liste anzeigen. Hier sieht man neben der groben Entfernung auch die aktuelle Bewertung des Ortes. Benutzer können sich entweder einen Account anlegen, oder sich über ihr Facebook Profil anmelden. Dann können Orte nach Herzenslust bewertet und kommentiert werden.

Die Anmeldung in der App ist nicht nötig, um Orte zu suchen. Aber wie bei allen Apps, die auf die Generierung von Benutzerinhalten zählen, wird auch Babyplaces erst richtig nützlich, wenn möglichst viele Nutzer auch aktiv teilnehmen. Durch die Bewertung von vorhandenen Orten und vor allem durch das Hinzufügen neuer. Letzteres ist in zwei einfachen Schritten schnell erledigt. Hat man einen interessanten Ort entdeckt, der noch nicht in der App auftaucht, wählt man diesen auf der Karte, fügt eine Beschreibung und eine Kategorie hinzu und speichert den Ort ab. Fertig. Natürlich kann man noch weitere Informationen eingeben wenn vorhanden, aber die Eingabe geht schnell von der Hand. Seit kurzem erlaubt Babyplaces.de das erforschen und eintragen der Kinderfreundlichen Orte auch im Browser.

Fazit

Babyplaces erfindet das Rad nicht neu, sondern wendet bekannte Konzepte auf ein sehr spezifisches Feld an. Für Eltern ist die App sicherlich einen Blick wert.

Dafür gibt’s nen Lied: Programm-Edition von Michael Frielinghaus

Dafür gibt’s nen Lied: Programm-Edition von Michael Frielinghaus

Seit unser Sohn auf der Welt ist hat mein Hirn unaufhaltsam damit angefangen meine eigene Kindheit aufzuarbeiten. Immer wieder sprudeln dabei nostalgische Erinnerungen hervor, die mich dazu bewegen auf Spurensuche zu gehen. Erinnerungen sind ja vor allem mit unseren Sinnen verknüpft, weswegen viele Episoden meiner Kindheit mit Musik verknüpft sind. Beispielsweise erinnere ich mich gut daran, dass mein Vater mir beim Baden immer das Lied vom Eisbär vorgesungen hat. Er saß auf dem Toilettendeckel mit der Gitarre während ich in der Badewanne mit Waschlappen das halbe Bad unter Wasser gesetzt hab. Ich bin mir sicher, dass im Laufe einer Badesitzung auch andere Lieder gesungen wurden, aber in meiner Erinnerung ist Baden unvermeidlich mit dem Eisbär-Lied verknüpft.

Also hab ich angefangen im Internet nach den Liedern meiner Kindheit zu fahnden. Glücklicherweise findet man die meisten Stücke in der ein oder anderen Form als MP3-Download bei den diversen Anbietern. Allerdings ist es verblüffend schwer manche Lieder aufzuspüren, vor allem wenn man bedenkt, dass nach teils über 20 Jahren nur Ausschnitte der Text im Gedächtnis haften geblieben sind. Und das dann oftmals noch falsch.

Eines der Lieder, das ich unbedingt wiederfinden wollte, stammte von einer Musikkassette mit verschiedenen Liedern und kurzen Hörspiel-Stücken, die ich und ein Freund bis zum Erbrechen gehört haben. Das einzige, was hängen geblieben ist, war der Satz „Und ich mach den Kakao.“. Das Lied handelt von einem Frühstück, zu dem jedes Kind etwas mitbringt, und die Gastgeberin macht eben den Kakao (mit sieben Löffeln Kakaopulver!). Bei der Suche bin ich schließlich auf die Seite Wunderwolke gestoßen.

Cover Sechstes Programm von WunderwolkeWunderwolke ist eine „mutlimediale Kinder-Musik-Marke“ von Michael Frielinghaus. Unter dieser Marke veröffentlichte der Musiker zwischen 1982 und 1990 insgesamt neun spielen und lernen – Jahres-MusiCassetten. Und eine davon – spielen und lernen ‚ 88 – Jahres-MusiCassette (HIT PICK Kids) aus dem Jahr 1987 – war tatsächlich die Gesuchte. Glücklicherweise ist das Wunderwolke Label mit der Zeit gegangen und hat 2006 eine digital nach bearbeitete Neuauflage der Original-Kassetten herausgebracht: Die Programm-Edition.

Mit dieser „Programm-Edition“ präsentiert EDITION WUNDERWOLKE die digital remasterten Original-Soundtracks der beliebten SPIELEN UND LERNEN Kinder-MusiCassetten ’83-’91. Die MCs waren im jeweiligen Erscheinungsjahr immer nur für kurze Zeit erhältlich und später vergriffen. Jeder Soundtrack beinhaltet 16-18 Songs mit lustigen Zwischenmoderationen und überleitenden Hör-Spielereien. Gesamtspielzeit pro CD jeweils 50-60 Minuten.

Auch in den Jahren 2008 und 2013 wurden die Leider erneut herausgebracht in der Blauen-Edition, vier thematisch sortierte Alben „mit einer Auswahl der besten und erfolgreichsten Hits von WUNDERWOLKE„, sowie der Original-Edition, eine erneute „Remasterte Neuauflage 2013 – in Top-Sound-Qualität„.

Alle CDs können exklusiv im „Popkarton„, dem Wunderwolke Online-Shop, erworben werden. Das habe ich mit der CD „Sechstes Programm“ gemacht, da sie das in der Zusammenstellung unveränderte Original der Kassette darstellt, an die ich mich erinnern konnte. Die Bestellung lief problemlos per Vorkasse und wurde prompt geliefert. Beim ersten Hören wurden gleich weitere Erinnerungen wach. Auch wenn das Kakao Lied sich in meine Erinnerung am stärksten eingebrannt hat, war ich verblüfft, wie gut ich mich beim ersten Anspielen der Lieder wieder an die Stücke erinnern konnte. Die CDs sind eine tolle Zusammenstellung von Liedern aller Art mit kurzen Einspielern dazwischen, die von lustig bis zu völlig abstrus eine ganze Bandbreite abdecken. Insgesamt ist die CD sehr gut zu hören, auch wenn unser vier Wochen alter Sohn noch nicht viel mit den Texten anfangen kann. Für etwas ältere Kinder, die schon den Text verstehen können sind die Programm CDs aber bestimmt eine sehr spaßige Sache. Ich hab jedenfalls nur gute Erinnerungen daran. Und wenn die anderen Kassetten/CDs die Gleiche Vielfalt in der Auswahl bieten, dann gehe ich davon aus, dass dies nicht meine letzte Bestellung im Popkarton war.

Titelbild: Hit Pick Media