re:publica 2014 fragt nach bloggenden Vätern

Passend zum Start unseres eigenen Blog-Projektes von Vätern, für Väter, gab es auf der gerade gelaufenen re:publica 2014 eine Session zu der Frage Sind bloggende Väter eine Nischenerscheinung?

Die Kurzthese ist ähnlich zu dem, was uns aufgefallen ist

Mütter- & Mamiblogs gibt es wie Sand am Meer. Trauen sich die Väter nicht hinter dem Ofen hervor oder hindert sie die Karriere daran, sich mit einem eigenen Blog Gehör zu verschaffen? „Into the Wild“ ist dafür das richtige Thema. Kinder und Familie können wild sein. Lasst es uns zusammen bändigen.

Teilgenommen haben die langjährigen “Papa Blogger“ Sven Trautwein (der auch moderierte; hier sein Recap der Session), Andreas LorenzHolger Reuss und die Mutter und Bloggerin Patricia Cammarata. Auch wenn die Diskussion (mittlerweile bei YouTube zum nachgucken) eher oberflächlich bleibt, kann man sich die halbe Stunde gut in einer ruhigen Minute anhören oder als Podcast mitnehmen.

Die Diskussion schloss sich an einen Talk von Susanne Mierau mit dem Titel „Der Online-Elternclan: Zur gesellschaftlichen Bedeutung von Elternblogs“ an (YouTube Link), in dem Sie die Rolle von Blogs, sowie Twitter und Facebook für die „Elterngeneration Web 2.0“ aufarbeitet. Da diese „geburtsfähige Generation“ durch die Globalisierung nicht mehr so stark verwurzelt und von Familie und Freunde umgeben ist, ist für sie der Online-Elternclan als Informationsquelle enorm wichtig. Diesen Vortrag fand ich sehr spannend um einen Überblick über die Landschaft der deutschen Elternblogs zu bekommen.

Wer Interesse an diesen und weiteren Talks von der Konferenz hat, der kann sich durch die offizielle Playlist von derzeit 189 Videos wühlen.

Das erste Gesicht auf Erden

Das erste Gesicht auf Erden

Einer der wichtigsten Menschen um die Geburt – vor allem des ersten Kindes – ist die Hebamme. Neben der Geburtsvorbereitung und oftmals der Betreuung während der Schwangerschaft, parallel zur Frauenärztin, kümmern sich die ausgebildeten Geburtshelferinnen vor allem im Wochenbett um die neuen Eltern. Da wir, wie vermutlich die meisten werdenden Erst-Eltern, völlig unerfahren in die ganze Sache rein stolpern, sind wir jetzt schon erleichtert, in der ersten Zeit eine erfahrene Person an unserer Seite zu haben – die vor allem nicht aus der direkten Familie stammt.

Wer in den letzten Jahren aufgepasst hat, der hat mitbekommen, dass der Fortbestand des Berufsstandes der Hebamme durch Steigende Prämien in der Haftpflichtversicherung gefährdet ist. Seit 2010 sind die Kosten der Berufshaftpflichtversicherung von Hebammen zu stark angestiegen (2010 eine Erhöhung um über 55%), so dass viele Hebammen es sich nicht leisten können, in der Geburtshilfe zu praktizieren.

In 2014 hat sich der Protest verstärkt. In vielen Städten wird Demonstriert und durch Aktionen auf die Umstände aufmerksam gemacht. Dazu gehört auch eine Online-Petition, deren Unterzeichnung ich jedem nahe lege, der in Zukunft nicht auf die Dienste von freiberuflichen Hebammen verzichten will.

Was mich aber dazu bewegt hat, diesen Beitrag zu verfassen, ist eine Aktion des Fotografen Björn Schönfeld, der im Dezember 2013 das Projekt Das Erste Gesicht auf Facebook ins Leben gerufen hat. Der große Anklang dort hat ihn dazu bewegt in ganz Deutschland Hebammen zu Fotografieren und zusammen mit einer Kurzbiografie zu veröffentlichen. Durch die Beteiligung von Sponsoren ist es nun sogar gelungen, das Projekt seit Anfang Mai auf 6000 Großflächenplakate in ganz Deutschland aufzuhängen. So auch bei uns an der Straßenecke.

Wer sich für die Entwicklungen Interessiert kann sich unter anderem auf hebammenfuerdeutschland.de informieren und wer die Sache unterstützen möchte, der kann sich an der schon genannten Petition beteiligen oder der Seite von Das Erste Gesicht einen auf Facebook einen „Like“ geben. Jedes bisschen Unterstützung kann helfen, die Situation der Hebammen zu verbessern.

A User’s Guide to Neglectful Parenting

Guy Delisle: A User's Guide To Neglectful ParentingWenn gute Freunde ein Kind bekommen und wir das erste Mal zu Besuch ist, haben wir uns angewöhnt ein kleines Geschenk mitzubringen. Da dies gerade wieder der Fall war habe ich auf Amazon gestöbert und bin über das Buch A User’s Guide to Neglectful Parenting gestolpert. Von außen sieht das Buch genau nach meiner Art von Humor aus, und wäre sicher auch was für den neuen Vater gewesen. Allerdings war die Lieferzeit zu lang (oder ich war mal wieder zu knapp dran mit Geschenk besorgen), so dass daraus nichts geworden ist. Also hab ich mir das Buch einfach selber bestellt 🙂 Mal sehen was ich daraus noch lernen kann.

Meditations on fatherhood from the author of „Jerusalem: Chronicles from the Holy City“ With „A User’s Guide to Neglectful Parenting,“ the trademark dry humor that pervades Guy Delisle’s landmark and praised graphic travelogues takes center stage. Quick, light vignettes play on the worries and cares any young parent might have, and offer wry solutions to the petty frustrations of being a dad who works from home. Readers familiar with Delisle’s stranger-in-a-strange-land technique for storytelling (employed in „Jerusalem,“ „Pyongyang,“ „Burma,“ and „Shenzhen“) will recognize the titular parent in this book; Delisle’s travelogues were simultaneously portraits of complex places and times, and portraits of a stay-at-home dad’s ever-changing relationship with his children while his wife is out working for Doctors Without Borders. The relationship between young child and all-too-irony-aware parent is beautifully done here, and Delisle’s loose flowing style has been set free, creating a wonderful sense of motion throughout. „A User’s Guide to Neglectful Parenting „is an intimate, offbeat look at the joys of parenting.

Übernommen von http://www.amazon.de/Users-Guide-Neglectful-Parenting-Delisle/dp/1770461175