Dafür gibt’s ne App: Sprout

mzl.pvpcurfl.175x175-75Väter, deren Partnerinnen Stillen, kennen die Frage: Welche Brust ist als nächstes an der Reihe? Jeder löst das Problem auf seine Weise: Listen schreiben, Haarband um’s Handgelenk oder andere Ideen. Als Technik begeisterter Papa ist meine Lösung klar: Dafür gibt’s bestimmt ne App. Die Wahl viel auf die iPhone/iPad App Baby • Sprout von Med ART Studios, die ich hier kurz vorstellen möchte.

Sprout ist die Vorzeige-App von Med ART Studios, die weit über das bloße Dokumentieren der Fütterung hinausgeht. Integriert sind eine ganze Reihe von Funktionen rund um Babys, die mal mehr, mal weniger hilfreich sind. Daneben bietet der Entwickler auch eine Reihe reduzierter Apps mit nur einer ausgewählten Funktion aus Sprout an, für den einleitenden Fall zum Beispiel den Baby Feeding Tracker. Bei einem Preis von 2,99€ pro Einzelfunktion und 4,99€ für die Universalversion lohnt sich aber der Kauf von Sprout schon, wenn man nur zwei der umfangreichen Funktionen nutzen möchte. Vorbildlich ist dabei auch das Angebot einer Lite-Version, die kostenlos getestet und bei Wunsch per In-App-Kauf in die Vollversion geändert werden kann.

Beim ersten Start fragt die App nach Namen, Geburtstag und Bild des Kindes. Man kann ohne Probleme Profile für mehrere Kinder anlegen. Hat man dies getan landet man auf der Startseite der App, eine Art Dashboard, die im Stile einer Tageszeitung aufbereitet ist. 20140805-094229-34949657.jpg

Vor allem bekommt man eine schnelle Übersicht angezeigt, wie lang die letzte Mahlzeit, das letzte Windelwechseln oder die letzte Schlafphase her ist. Darunter erscheint der erste große „Moment“: Die Geburt des Kindes. Momente sind eine Art Tagebuch, in dem man wichtige Augenblicke mit Datum und Bild festhalten kann. Zu den voreingestellten Momenten gehören „Erstes Bad“, „Erstes Lächeln“ oder „Kann sich drehen“, aber die Eingabe eigener Titel steht einem frei. Momente sind eine nette kleine Idee, um eine Reihe von Erinnerungen festzuhalten, aber sicher kein Ersatz für die Gigabyte an Digitalfotos, die sich sicher bei den meisten Familien mittlerweile auf den Festplatten sammeln.

Die eigentlich interessanten Funktionen verbergen sich unter den Punkten „Gesundheit“ und „Tools“ am unteren Bildschirmrand. Ersterer umfasst Funktionen zur Organisation von Arztterminen und Impfungen. Unter zweiterem findet man unter anderem die Protokollierung der Stillvorgänge.

Gesundheit

Die Gesundheitsfunktionen helfen dabei, die Arzttermine und Impfungen der Kinder im Blick zu behalten. Außerdem hilft die Funktion „Wachstumskontrolle“ die Fortschritte des Kindes bei Gewicht, Körpergröße und Kopfumfang zu protokollieren. Arzttermine können in der App eingetragen werden und auf Wunsch direkt in den Terminkalender übernommen werden. Als Vorbereitung auf den Termin können Fragen an den Arzt in der App notiert werden und nachher die Antwort direkt dazu.

Tools

Die fünf vorhandenen Werkzeuge sind im Prinzip Datentabellen zur Protokollierung der Aktivitäten des Babys. Dabei bekommen die wichtigsten vier – Schlafen, Füttern, Abpumpen und Wickeln – in eigenen Tools eine angepasste Eingabemaske spendiert, um die Eingabe zu erleichtern. Das fünfte Tool schließlich erlaubt es, beliebige Aktivitäten mit einem Startzeitpunkt und einer Dauer abzuspeichern. Das Schlaftagebuch erlaubt mit einem Knopfdruck die Schlafphasen des Babys aufzuzeichnen. Eine Berührung startet den Timer, eine weitere stoppt ihn. Das Füttern-Tool funktioniert ähnlich, erlaubt aber zusätzlich die Wahl der Seite beim Stillen oder ob eine Flasche oder Festnahrung zugefüttert wurden. Der Windel-Checker bietet drei Buttons zur schnellen Eingabe von Windelinhalten: Nass, Stuhl oder Beides. Als weiteres Detail kann Farbe und Konsistenz des Stuhlgangs eingegeben werden.

Interessant wird die Dateneingabe nach ein paar Tagen konsequenter Nutzung, denn dann können die Auswertungsfunktionen der App genutzt werden. Jede Aktivität kann als Diagramm angezeigt werden, um die Erkennung von Mustern zu erleichtern. Dies kann beispielsweise dabei helfen, die besten Stillzeiten für das Kind zu ermitteln. Außerdem können alle Aktivitäten gemeinsam in einer Ansicht dargestellt werden.

Support

Zuletzt sei noch der Support von Med ART Studios lobend erwähnt. Die Eingabe von Daten in der App muss derzeit immer im 12-Stunden Format erfolgen, was für uns Europäer etwas ungewohnt ist. Meine Nachricht an den Support wurde innerhalb von 24 Stunden mit einem Lösungsvorschlag beantwortet. Da dieser keine Abhilfe schaffte, wurde die Änderung der Datumseingabe in der nächsten Version versprochen. Sollte diese Änderung tatsächlich kommen, wäre das eine vorbildliche Reaktion auf Kundenfeedback.

Fazit

Sprout ist eine tolle App mit vielen Funktionen Rund um das Baby. Wer Apple Produkte nutzt kann vor allem in den ersten Wochen die Aktivitäten des Kindes verfolgen und besser verstehen lernen. Vor allem für das Stillen ist die App bisher eine gute Hilfe. Die Daten können über mehrere Geräte synchronisiert werden und erlauben so den Eintrag der Daten auf dem Gerät, das gerade verfügbar ist. Das schließt praktischer Weise auch den Start einer Schlafphase auf einem Gerät und das Beenden auf einem anderen ein.

Bisher läuft die App bis auf kleine Hänger stabil. Nur einmal ist die App bei der Eingabe eines Momentes komplett abgestürzt. Der Crash war aber so schwer, das ich die komplette Datenbank zurücksetzen musste. Zum Glück hatte ich alle Daten mit einem anderen Gerät synchronisiert.

In den letzten zwei Wochen war die App sehr hilfreich und wir werden sie weiterhin nutzen, um vor allem ein Stilltagebuch zu führen. Soweit kann ich die App also wirklich nur empfehlen.

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  1. Sprout derzeit für 89 Cent im App Store | Papa macht das schon - […] einiger Zeit hatte ich die iOS App Sprout hier im Blog kurz vorgestellt. Derzeit gibt es die App im…

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