Das erste Gesicht auf Erden

Das erste Gesicht auf Erden

Einer der wichtigsten Menschen um die Geburt – vor allem des ersten Kindes – ist die Hebamme. Neben der Geburtsvorbereitung und oftmals der Betreuung während der Schwangerschaft, parallel zur Frauenärztin, kümmern sich die ausgebildeten Geburtshelferinnen vor allem im Wochenbett um die neuen Eltern. Da wir, wie vermutlich die meisten werdenden Erst-Eltern, völlig unerfahren in die ganze Sache rein stolpern, sind wir jetzt schon erleichtert, in der ersten Zeit eine erfahrene Person an unserer Seite zu haben – die vor allem nicht aus der direkten Familie stammt.

Wer in den letzten Jahren aufgepasst hat, der hat mitbekommen, dass der Fortbestand des Berufsstandes der Hebamme durch Steigende Prämien in der Haftpflichtversicherung gefährdet ist. Seit 2010 sind die Kosten der Berufshaftpflichtversicherung von Hebammen zu stark angestiegen (2010 eine Erhöhung um über 55%), so dass viele Hebammen es sich nicht leisten können, in der Geburtshilfe zu praktizieren.

In 2014 hat sich der Protest verstärkt. In vielen Städten wird Demonstriert und durch Aktionen auf die Umstände aufmerksam gemacht. Dazu gehört auch eine Online-Petition, deren Unterzeichnung ich jedem nahe lege, der in Zukunft nicht auf die Dienste von freiberuflichen Hebammen verzichten will.

Was mich aber dazu bewegt hat, diesen Beitrag zu verfassen, ist eine Aktion des Fotografen Björn Schönfeld, der im Dezember 2013 das Projekt Das Erste Gesicht auf Facebook ins Leben gerufen hat. Der große Anklang dort hat ihn dazu bewegt in ganz Deutschland Hebammen zu Fotografieren und zusammen mit einer Kurzbiografie zu veröffentlichen. Durch die Beteiligung von Sponsoren ist es nun sogar gelungen, das Projekt seit Anfang Mai auf 6000 Großflächenplakate in ganz Deutschland aufzuhängen. So auch bei uns an der Straßenecke.

Wer sich für die Entwicklungen Interessiert kann sich unter anderem auf hebammenfuerdeutschland.de informieren und wer die Sache unterstützen möchte, der kann sich an der schon genannten Petition beteiligen oder der Seite von Das Erste Gesicht einen auf Facebook einen „Like“ geben. Jedes bisschen Unterstützung kann helfen, die Situation der Hebammen zu verbessern.