Dafür gibt’s nen Buch: Das große Buch zur Schwangerschaft

Cover: Das große Buch zur SchwangerschaftTitel: Das große Buch zur Schwangerschaft
Autoren: Prof. Dr. med.Franz Kainer & Annette Nolden
Verlag: Gräfe und Unzer Verlag
ISBN: 3833815779

 

Es gibt hunderte Ratgeber zum Thema Schwangerschaft. Nach dem Bekanntwerden unserer Umstände wurden wir mit den Hilfreichen Empfehlungen von Freunden und Verwandten geradezu überschüttet, welcher Ratgeber Ihnen am meisten geholfen hat und ohne welches Buch sie niemals die knapp 40 Wochen überstanden hätten. Also hatten wir gleich zu Beginn einen Stapel Bücher zu Hause. Alles vom „Mami-Buch“ bis zur etwas esoterischen „Hebammen-Sprechstunde„. Die ganze Palette hat mich eher skeptisch gemacht, vor allem da ich alles meide was die Worte „Mami“ oder „Papi“ auf dem Einband trägt. Schließlich wurde uns aber von einer Freundin das Große Buch zur Schwangerschaft geschenkt, und damit endlich ein Ratgeber, den ich selber auch gerne weiterempfehlen kann. (mehr …)

Dafür gibt’s ne App: Sprout

mzl.pvpcurfl.175x175-75Väter, deren Partnerinnen Stillen, kennen die Frage: Welche Brust ist als nächstes an der Reihe? Jeder löst das Problem auf seine Weise: Listen schreiben, Haarband um’s Handgelenk oder andere Ideen. Als Technik begeisterter Papa ist meine Lösung klar: Dafür gibt’s bestimmt ne App. Die Wahl viel auf die iPhone/iPad App Baby • Sprout von Med ART Studios, die ich hier kurz vorstellen möchte. (mehr …)

Alles anders

Alles anders

Geburten werden heute sehr genau geplant. Im Gegensatz zur Schwangerschaft, die öfters auch mal überraschend kommt, hat man etwas 40 Wochen Zeit, die Geburt zu planen. Welches Krankenhaus soll es sein? Welcher Arzt, welche Hebamme soll uns betreuen? Natürliche Geburt oder Kaiserschnitt? Wie stehen wir zu schmerzlindernden Maßnahmen wie einer PDA?

Jeder Ratgeber betont, sich einige Wochen vor dem Stichtag mit diesen Fragen auseinander zu setzen, um vorbereitet zu sein, wenn auf einmal keine Zeit mehr zum Nachdenken ist. Und dieser Rat ist sinnvoll. Ist man erst mal im Kreissaal, ist es zu spät um sich über die Vorzüge einer Unterwassergeburt zu informieren. Dann zählen klare Entscheidungen, sonst werden einem diese im Eifer des Gefechts von Hebammen und Ärzten aus der Hand genommen. Daher haben wir uns einige Faustregeln zurecht gelegt, die wir (und dann letztendlich ich, wenn die Wehen klares Denken nicht mehr möglich machen) durchsetzten wollten. Zum Beispiel, einen Kaiserschnitt so lange wie möglich hinauszuzögern, da die Privatklinik unserer Wahl für den schnellen Griff zum Skalpell bekannt ist.

Doch bei aller Planung mussten wir in der letzten Woche feststellen, wie schnell so ein Plan über den Haufen geworfen werden kann, wenn unvorhergesehene Ereignisse eintreten. Und dann steht man mit seinen einstudierten Faustregeln im Kopf in einem Krankenhaus in dem man eigentlich gar nicht entbinden wollte und alles ist anders. Die einstudierten Atemübungen sind nutzlos und das Training für 20 Stunden Entbindung wirkt lächerlich. Statt dessen steht man in einem Linoleum belegten Flur und muss mit ansehen, wie die schwangere Partnerin in einen neonbeleuchteten OP geschoben wird. Man ist von Hebammen und Ärzten umgeben, mit denen man nie ein Vorsorgegespräch geführt hat, und die von den eigenen Wünschen bei der Geburt nichts wissen. Und auf einmal hört man zum ersten Mal den Begriff Notkaiserschnitt.

Dann geht alles ganz schnell. Von dem Moment, in dem wir das erste Mal mit dieser Entscheidung konfrontiert wurden, bis zur Geburt unseres Sohnes vergingen knapp 30 Minuten; kaum Zeit um sich wirklich mit der Situation auseinander zu setzen. Und jetzt ist wieder alles ganz anders, aber diesmal sind wir darauf vorbereitet. Seit ungefähr einer Woche sind wir Eltern eines kerngesunden Jungen. Nach 38 Wochen warten sind wir nun endlich zu dritt. Da wir in guten Händen waren und uns rechtzeitig dazu entschieden hatten, ins Krankenhaus zu fahren geht es allen gut und wir konnten nach nicht einmal fünf Tagen wieder nach Hause kommen. Jetzt beginnt die spannende Zeit des Kennenlernens: Was ist das eigentlich für ein kleines Wesen, dass da zur Welt gekommen ist?

Am Ende waren alle Planungen im Vorfeld unnötig. Die Realität hat uns schneller eingeholt als uns lieb war. Doch trotzdem war es wichtig, sich mit den Fragen der Geburt auseinanderzusetzen. Im Nachhinein wünschte ich mir nur, ich hätte mich mehr mit den möglichen Alternativen auseinandergesetzt. Auch wenn man nicht zu negativ sein möchte, es besteht immer die Chance, dass Komplikationen auftreten können. Informiert euch daher vorher über die Anzeichen, die ein rasches Handeln notwendig machen und plante auch für diesen Fall. Dann ändert sich nach der Geburt nur eins: Euer ganzes Leben.

Titelbild: „As curious as us (2650977858)“ by Kenny Louie from Vancouver, Canada – As curious as usUploaded by russavia. Licensed under CC BY 2.0 via Wikimedia Commons.

Camping im Gebirge in SSW 22

Camping im Gebirge in SSW 22

Ich schreibe diesen Artikel gerade aus dem Zelt im Gebirge, während mein Fräulein gerade dickbäuchig neben mir auf ihrer Luftmatratze liegt und liest.
Damit kommen wir gleich zum Kern: wie ist das, wenn man um die SSW 22 (also etwas mehr als die Hälfte der Schwangerschaft) campen geht? Nun, es dreht sich verstärkt, wie zu erwarten war, vieles um den neuen Freund der Frau – den Bauch.

Auf einmal merkt man (Frau), dass es gar nicht mehr so leicht ist ins Zelt zu krabbeln. Und schlafen auf dem Bauch geht ja eh schon seit einiger Zeit nicht mehr. Irgendwie schafft sie es aber doch noch – ganz so schlimm ist es also doch nicht. Dennoch drängt sich der Bauch verstärkt in den Vordergrund.

Thema Wandern im Gebirge: kurzum – das geht nicht mehr so wie ohne Bauch. Wir schaffen hier gerade mal Touren, die wir vorher als Spaziergänge abgetan hätten. Und Hochgebirge? Geht gar nicht. Nach ca. 10km ist Schluss. Mehr geht einfach nicht. An klettern, Klettersteige und Co ist sowieso nicht mehr zu denken.

Aber: ich muss sagen, das ist vollkommen ok so. Mann (!) stellt sich irgendwie automatisch drauf ein. Ok – bei der ein oder anderen Aktion findet man es schade, dass Frau (und damit auch Mann) so gehandicapt ist, das will ich gar nicht leugnen. Aber insgesamt macht auch ein weniger actionreicher Urlaub Spaß. So weiß man auch schon mal, worauf man sich auf Urlaub mit Kind in etwa einzustellen hat.

Kids React To Game Boy

Wie reagieren Kinder im Jahr 2014 auf ein Stück Videospielgeschichte aus dem Jahr 1989? Dieser Frage geht das Video „Kids React To Game Boy“ nach. Überraschenderweise weniger brutal als ich erwartet hätte. Allerdings fällt das Urteil am Ende eindeutig aus: „I’m sorry you had to play with this.“

via Polygon

Making Fun: Eine Rakete für’s Kinderzimmer

Obwohl unser Kleiner noch nicht mal auf der Welt ist (wobei die Uhr tickt: 5 Wochen!), hab ich jetzt schon eine ganze Menge Pläne, wie in Zukunft unsere Vater-Sohn-Aktivitäten so aussehen werden. Die meisten der Dinge, auf die ich mich immens freue liegen zwar noch weit in der Zukunft (bevor er vier wird ist das meiste wohl unrealistisch umzusetzen), aber das muss mich ja nicht vom planen abhalten 😉

Leider werden meine Ideen wohl nie so cool sein wie die Rakete inklusive Mission Control, die Jeff Highsmith für die Kinderzimmer seiner Söhne gebaut hat. Wahnsinn was dort alles verbaut wurde: Neben einer super aussehenden Rakete aus Sperrholz und allerlei anderem Material hat er eine komplette Kommandozentrale mit Schaltern, Hebeln und Digitalanzeigen inklusive Licht- und Soundeffekten gebaut. Und das Beste: aus der Rakete kann sein vierjähriger Sohn über eine Kamera den Roboterarm der Rakete steuern um kleine Satelliten ins „Weltall“ zu entlassen.

Das Video zeigt die Entstehung der Rakete und die Kommandozentrale in Aktion. Eine genauere Beschreibung hat Jeff für die Seite makezine.com angefertig.

Countdown T-70 Tage

Countdown T-70 Tage

Seit kurzem sind wir im dritten Trimester. Das heißt der angepeilte Geburtstermin ist nur noch zwölf Wochen (mittlerweile sogar nur noch zehn) entfernt und es beginnt sich eine leichte Grundnervosität einzustellen. Ab der 36. Woche (also 35+0) ist die Entbindung an Orten ohne angeschlossene Kinderklinik möglich (bzw. vorher verweisen einen die meisten zur Sicherheit weiter). Auch wenn die meisten Kinder in der Zeit +/- 10 Tage um den Geburtstermin zur Welt kommen, kann es in den fünf Wochen vorher jederzeit losgehen. Das bedeutet, der Zeitrahmen, um die letzten Vorbereitungen abzuschließen, wird langsam aber sicher immer enger.

In den letzten Zügen der Schwangerschaft gilt es langsam alles „in trockene Tücher“ zu bekommen, um sich am Stichtag voll und ganz auf die wichtigen Dinge konzentrieren zu können. Was für uns in den nächsten knapp zehn Wochen noch ansteht sieht wie folgt aus.

1. Formelles

Je eher man die Formalien aus dem Weg geschafft hat, desto besser. Es gibt zwar eine Reihe von Dingen, die erst nach Geburt der Kindes möglich sind, aber was schon mit Hilfe des Mutterpasses erledigt werden kann, sollte spätestens jetzt angegangen werden.

Dazu gehört vor allem die Planung der Elternzeit. Der Antrag dieser ist laut Gesetz bis sieben Wochen vor (geplantem) Antritt zu stellen. Wer also gleichzeitig mit der Geburt in Elternzeit gehen möchte, der sollte in den nächsten drei Wochen alles regeln. In den ersten drei Jahren nach Geburt kann die Elternzeit zwischen den Partnern beliebig eingeteilt werden, wobei die Mindestbezugsdauer zwei Monate beträgt. Bis zu einem Jahr pro Elternteil kann aufgehoben und im vierten bis sechsten Jahr nachgeholt werden. Elterngeld wird in dieser Zeit für insgesamt 14 Monate gezahlt, wobei ein Partner maximal 12 nutzen darf. Die Details werden im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG).
Je nach Arbeitgeber sind die Anforderungen an den Antrag verschieden und es ist nicht verkehrt sich mit dem Chef vorher über die Planungen auszutauschen. Auch wenn der Anspruch auf Elternzeit besteht, gilt es in vielen Berufen immer noch nicht als normal, wenn vor allem Väter länger als zwei Monate für sich beanspruchen wollen.

Falls noch nicht geschehen wird es außerdem Zeit, sich für ein Krankenhaus zu entscheiden. Alle Krankenhäuser bieten regelmäßige Infonachmittage an, bei denen man auch den Kreißsaal besichtigen kann. Aber auch außerhalb dieser Termine kann man meist relativ spontan im Krankenhaus um einen Termin bitten. Sofern die Hebammen nicht gerade mit einer Geburt beschäftigt sind, sind sie meist gerne bereit einem die Station zu zeigen. Möchte man nicht im Krankenhaus entbinden gibt es eine Reihe anderer Orte für die Geburt. Oftmals sind die Anmeldetermine z.B. für Geburtshäuser zehn Wochen vor Geburt aber schon verstrichen.

Für alle unverheirateten Paare gilt es die Vaterschaft und das Sorgerecht zu klären. Beide Formalien kann man durch einen persönlichen Termin auf dem Jugendamt unter Vorlage der Personalausweise und des Mutterpasses kostenlos erledigen. Alternativ kann man einen Notar beauftragen, muss hierfür die Kosten aber selber tragen. Sofern sich die Eltern einig sind ist die Anerkennung auf dem Jugendamt überhaupt kein Problem – seit ein paar Tagen bin auch ich offiziell Vater meines Kindes. 🙂

2. Geburtsplan

Ein Punkt, der in den meisten Ratgebern zur Schwangerschaft in diesen Wochen angesprochen wird, ist das Aufstellen eines Geburtsplans. Dabei geht es darum sich über die Wünsche vor allem der Mutter hinsichtlich der Entbindung auszutauschen. Nur wenn der werdende Vater diese genau kennt, kann er sie in der Hektik der Geburt gegenüber Hebammen und Ärzten durchsetzen.
Zu den Punkten, über die man sich Gedanken machen sollte gehören: bevorzugte Position, anwesende Personen, schmerzreduzierende Maßnahmen (Stichwort PDA) oder die Einstellung zum Kaiserschnitt.

3. Besucher

Besuch im Krankenhaus oder Wochenbett ist ein weiteres Thema, über das man sich besser vorher Gedanken macht. Dabei gilt: Weniger ist mehr. Im Krankenhaus ist die Zeit viel zu anstrengend und auch zu kostbar, um Sie mit Heerscharen von Tanten, Cousins oder Nachbarn zu verschwenden. Natürlich gibt es Personen, die man in dieser Phase um sich haben möchte, aber dieser Kreis ist meist kleiner als man zunächst denkt. Wichtig ist, dass vorher klar ist, wer auf jeden Fall im Krankenhaus auftauchen soll. Bei uns lässt sich dieser Kreis an einer Hand abzählen – nun heißt es den Rest darauf einzustellen, dass Überraschungsbesuche im Krankenhaus nicht angebracht sind.

Im Wochenbett weitet sich der Kreis erwünschter Personen in der Regel aus. Wichtig ist, sich nicht zu viel zuzumuten. Die Toleranzgrenze ist hier bei jedem verschieden, aber sobald diese erreicht ist, ist es Aufgabe des Vaters, die Gäste höflich vor die Tür zu setzen.

4. Kinderzimmer

Das Kinderzimmer ist so eine Sache. Neugeborene haben könnten sich nicht weniger für die Farbe der Wände interessieren. Bis sich das Kind Gedanken über die Einrichtung macht wird noch einige Zeit vergehen. Die Einrichtung des Kinderzimmers sollte also vor allem praktischen sein. Falls neue Möbel angeschafft werden, macht es Sinn diese in den nächsten Tagen aufzubauen, damit sie genügend Zeit zum Auslüften haben. Wer sich mehr Mühe macht, der muss sich darüber im Klaren sein, dass er sich den Aufwand hauptsächlich für sich selber macht. Genau das kann aber eine sehr schöne Erfahrung sein. Für mich war die Renovierung des zukünftigen Kinderzimmers eine Vorbereitung auf die bevorstehenden Veränderungen.

5. Inventur

Wenn im Kinderzimmer genug Stauraum entstanden ist, wird es Zeit sich um das „Babystarterset“ zu kümmern. Also heißt es Inventur machen, was schon an Babykram zusammengekommen ist und was man noch besorgen muss. Auch hier gibt es wie zu jedem Thema genug Ratgeber, die einem die „must haves“ nach der Geburt aufzählen, aber auch hier sollte man sich das Motto „Weniger ist mehr“ zu Herzen nehmen. Die Läden machen nach der Geburt nicht zu und es bleibt noch genügend Zeit die Garderobe aufzustocken.

Wir haben das Glück durch Freunde und Verwandte mit Babysachen überhäuft zu werden. So viel, dass wir kaum wissen wo wir die ungenutzten Sachen alle Lagern sollen. Das stellt uns vor das spezielle Problem der Katalogisierung, wer später was zurück bekommen muss. Andere Quellen für günstige Strampler sind lokale Babyflohmärkte. Hier erhalten Schwangere Frauen oftmals etwas früher Eintritt als das restliche Publikum. Durch die kurze Tragedauer sind die Sachen meist kaum von Neuware zu unterscheiden – außer durch den Preis.

6. Medienausrüstung

Ich werde zunächst für zwei Monate in Elternzeit gehen. In dieser Zeit werde ich die rasante Entwicklung des Kleinen live miterleben können. Danach heißt es für mich wieder Vollzeit arbeiten – inklusive Pendeln. Unter der Woche werde ich also plötzlich drastisch weniger von meinem Kind haben. Glücklicherweise gibt es heutzutage eine riesige Auswahl an Kommunikationsmitteln, mit denen ich immer auf dem Laufenden bleiben kann. Ob per Videochat in der Mittagspause, Remote-Zugriff auf die Baby-Cam oder beim allabendlichen Sichten der hoffentlich vorhandenen Bilder und Videos des Tages.
Damit das auch funktioniert muss allerdings die Mutter in der Lage sein, all diese technischen Spielereien zu bedienen. Im Moment ist es noch Glückssache, ob sie die Digitalkamera richtig herum hält. Also heißt es in den kommenden Tagen meine Technikbegeisterung an meine Partnerin weiterzugeben (ein Unterfangen das seit zehn Jahren nicht so recht gefruchtet hat). Dazu gehört die Nutzung der XBox als Skype-Client, die Bedienung der Digitalkamera und des NAS als Fotospeicher.

7. Der Name

Das wichtigste zum Schluss. Langsam wird es Zeit sich festzulegen. Die Namenswahl kann helfen sich auf das neue Familienmitglied einzustellen. Auch wenn unsere eigenen Überlegungen noch nicht so richtig voran gekommen sind, haben wir begonnen statt von „dem Kind“ von „Julius“, „Martin“ oder „Rüdiger“ zu sprechen, um uns an den Klang unserer Favoriten zu gewöhnen (nein, diese Auswahl an Namen steht nicht auf unserer Liste und dient nur zur Illustration).

re:publica 2014 fragt nach bloggenden Vätern

Passend zum Start unseres eigenen Blog-Projektes von Vätern, für Väter, gab es auf der gerade gelaufenen re:publica 2014 eine Session zu der Frage Sind bloggende Väter eine Nischenerscheinung?

Die Kurzthese ist ähnlich zu dem, was uns aufgefallen ist

Mütter- & Mamiblogs gibt es wie Sand am Meer. Trauen sich die Väter nicht hinter dem Ofen hervor oder hindert sie die Karriere daran, sich mit einem eigenen Blog Gehör zu verschaffen? „Into the Wild“ ist dafür das richtige Thema. Kinder und Familie können wild sein. Lasst es uns zusammen bändigen.

Teilgenommen haben die langjährigen “Papa Blogger“ Sven Trautwein (der auch moderierte; hier sein Recap der Session), Andreas LorenzHolger Reuss und die Mutter und Bloggerin Patricia Cammarata. Auch wenn die Diskussion (mittlerweile bei YouTube zum nachgucken) eher oberflächlich bleibt, kann man sich die halbe Stunde gut in einer ruhigen Minute anhören oder als Podcast mitnehmen.

Die Diskussion schloss sich an einen Talk von Susanne Mierau mit dem Titel „Der Online-Elternclan: Zur gesellschaftlichen Bedeutung von Elternblogs“ an (YouTube Link), in dem Sie die Rolle von Blogs, sowie Twitter und Facebook für die „Elterngeneration Web 2.0“ aufarbeitet. Da diese „geburtsfähige Generation“ durch die Globalisierung nicht mehr so stark verwurzelt und von Familie und Freunde umgeben ist, ist für sie der Online-Elternclan als Informationsquelle enorm wichtig. Diesen Vortrag fand ich sehr spannend um einen Überblick über die Landschaft der deutschen Elternblogs zu bekommen.

Wer Interesse an diesen und weiteren Talks von der Konferenz hat, der kann sich durch die offizielle Playlist von derzeit 189 Videos wühlen.

Das erste Gesicht auf Erden

Das erste Gesicht auf Erden

Einer der wichtigsten Menschen um die Geburt – vor allem des ersten Kindes – ist die Hebamme. Neben der Geburtsvorbereitung und oftmals der Betreuung während der Schwangerschaft, parallel zur Frauenärztin, kümmern sich die ausgebildeten Geburtshelferinnen vor allem im Wochenbett um die neuen Eltern. Da wir, wie vermutlich die meisten werdenden Erst-Eltern, völlig unerfahren in die ganze Sache rein stolpern, sind wir jetzt schon erleichtert, in der ersten Zeit eine erfahrene Person an unserer Seite zu haben – die vor allem nicht aus der direkten Familie stammt.

Wer in den letzten Jahren aufgepasst hat, der hat mitbekommen, dass der Fortbestand des Berufsstandes der Hebamme durch Steigende Prämien in der Haftpflichtversicherung gefährdet ist. Seit 2010 sind die Kosten der Berufshaftpflichtversicherung von Hebammen zu stark angestiegen (2010 eine Erhöhung um über 55%), so dass viele Hebammen es sich nicht leisten können, in der Geburtshilfe zu praktizieren.

In 2014 hat sich der Protest verstärkt. In vielen Städten wird Demonstriert und durch Aktionen auf die Umstände aufmerksam gemacht. Dazu gehört auch eine Online-Petition, deren Unterzeichnung ich jedem nahe lege, der in Zukunft nicht auf die Dienste von freiberuflichen Hebammen verzichten will.

Was mich aber dazu bewegt hat, diesen Beitrag zu verfassen, ist eine Aktion des Fotografen Björn Schönfeld, der im Dezember 2013 das Projekt Das Erste Gesicht auf Facebook ins Leben gerufen hat. Der große Anklang dort hat ihn dazu bewegt in ganz Deutschland Hebammen zu Fotografieren und zusammen mit einer Kurzbiografie zu veröffentlichen. Durch die Beteiligung von Sponsoren ist es nun sogar gelungen, das Projekt seit Anfang Mai auf 6000 Großflächenplakate in ganz Deutschland aufzuhängen. So auch bei uns an der Straßenecke.

Wer sich für die Entwicklungen Interessiert kann sich unter anderem auf hebammenfuerdeutschland.de informieren und wer die Sache unterstützen möchte, der kann sich an der schon genannten Petition beteiligen oder der Seite von Das Erste Gesicht einen auf Facebook einen „Like“ geben. Jedes bisschen Unterstützung kann helfen, die Situation der Hebammen zu verbessern.

A User’s Guide to Neglectful Parenting

Guy Delisle: A User's Guide To Neglectful ParentingWenn gute Freunde ein Kind bekommen und wir das erste Mal zu Besuch ist, haben wir uns angewöhnt ein kleines Geschenk mitzubringen. Da dies gerade wieder der Fall war habe ich auf Amazon gestöbert und bin über das Buch A User’s Guide to Neglectful Parenting gestolpert. Von außen sieht das Buch genau nach meiner Art von Humor aus, und wäre sicher auch was für den neuen Vater gewesen. Allerdings war die Lieferzeit zu lang (oder ich war mal wieder zu knapp dran mit Geschenk besorgen), so dass daraus nichts geworden ist. Also hab ich mir das Buch einfach selber bestellt 🙂 Mal sehen was ich daraus noch lernen kann.

Meditations on fatherhood from the author of „Jerusalem: Chronicles from the Holy City“ With „A User’s Guide to Neglectful Parenting,“ the trademark dry humor that pervades Guy Delisle’s landmark and praised graphic travelogues takes center stage. Quick, light vignettes play on the worries and cares any young parent might have, and offer wry solutions to the petty frustrations of being a dad who works from home. Readers familiar with Delisle’s stranger-in-a-strange-land technique for storytelling (employed in „Jerusalem,“ „Pyongyang,“ „Burma,“ and „Shenzhen“) will recognize the titular parent in this book; Delisle’s travelogues were simultaneously portraits of complex places and times, and portraits of a stay-at-home dad’s ever-changing relationship with his children while his wife is out working for Doctors Without Borders. The relationship between young child and all-too-irony-aware parent is beautifully done here, and Delisle’s loose flowing style has been set free, creating a wonderful sense of motion throughout. „A User’s Guide to Neglectful Parenting „is an intimate, offbeat look at the joys of parenting.

Übernommen von http://www.amazon.de/Users-Guide-Neglectful-Parenting-Delisle/dp/1770461175